Der Kongregationssaal - unser Ausstellungssaal

 

Im Jahre 1696 wurde zur Zeit der Jesuiten auf einem bereits bestehenden Gebäude der jetzige Kongregationssaal errichtet. Wenings Kupferstich von 1702 zeigt die ursprüngliche Stukkatur der Fassade, die leider 1868 bei einer Renovation abgeschlagen wurde. Das Innere des Saales hat mehrfache Veränderungen erfahren. 1870/71 hat man zur Zeit der Redemptoristen den Saal um die große Hohlkehle erhöht, weil die darüberliegende Bibliothek nicht mehr genutzt wude.

Damals entstand auch das große Deckengemälde, Mariä Himmelfahrt darstellend von F. X. Zimmer aus Wurmannsquick.

Der Zyklus der Rundgemälde, das Leben des Hl. Josef (gemalt von Dehm 1863/64), wurde dem ursprünglichen Josephsbild, das über dem Eingang angebracht ist, hinzugefügt. Der Saal wurde auch "Josephisaal" genannt, weil der Bräutigam der Allerseligsten Jungfrau auch der Patron der Sodalen Mariens ist.

Als die Kapuziner 1874 in St. Magdalena eingezogen waren, bekam die Stiege ein Treppenhaus. 1917 wurde der Saal farblich neu gestaltet. Die Hohlkehle und die Dekorationsmalerei an der Decke wurden von Vitzthum-Schlee (Altötting) ganz neu gemalt. Auch die Bilder der beiden Heiligen, Franziskus von Assisi und Ignatius von Loyola, sind damals entstanden. Ebenfalls wurde eine Altarnische gebaut und der barocke Hochaltar aus Gold und Silver aufgestellt, der im 18. Jahrhundert von Augsburger Goldschmieden gearbeitet wurde. Auch das Gemälde über dem Altar, die Verkündigung der Menschwerdung Christi darstellend, entstand 1917.

Bei der letzten Renovierung 1983/84 kamen auch die rechteckigen Bilder wieder zur Geltung, die möglicherweise von Innozent Waräthi (Burghausen) um 1730 gemalt sind. Sie mußten auf neue Leinwand aufgezogen und gründlich restauriert werden. Sie stellen christlich-marianische Lebenswerte dar, beleuchtet an Beispielen aus dem Leben und der Geschichte der Kirche.

Marianische Arbeit (neben der Eingangstür)

P. Paschalis bei seiner Herde betend, wird öfters von Maria besucht.

Marianische Hoffnung

Jesus - Maria zulieb - erbarmt sich eines armen Soldaten

Marianische Hilfe

Dem tapferen Verfechter der Ehre Mariens, dem heiligen Johannes Damaszenus, wird ergänzt die abgehackte Hand.

Marianische Lieb

Maximilian, Herzog von Bayern, schenkt sein Herz Maria zu Altenöttingen

Marianischer Eifer

Casimir, Königlicher Prinz von Polen, liebt Maria bis in das Grab

Marianischer Trost

Maria beschützt Henricum ab Heyden, ihrem gewesten Sodalen, vor den Dämonen bei seinem Tod

Marianische Andacht

Claudius Bernardus, Priester in Paris, erlangt alles von Maria durch sein Gebet

Marianische Treue

Pater Rupert Mayer S.J., von Papst Johannes Paul II. seliggesprochen (3. Mai 1987)