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Erste Station: Ochs und Esel an der Krippe

Wie kommen diese beiden Tiere eigentlich zu solcher Ehre, wo sie im Weihnachtsevangelium doch gar nicht erwähnt werde? Der Propheten Jesaja erinnert: „Der Ochs kennt seinen Besitzer und der Esel die Krippe seines Herrn". Mehrere Kirchenväter deuten Ochs und Esel symbolisch und sehen im Ochsen das Sinnbild für das jüdische Volk, das unter schweren Joch des mosaischen Gesetzes lebte, während der Esel die Heiden verkörperte, die mit der Sünde des Götzendienstes beladen waren. So repräsentierten beide Tiere damit auch die Gruppen der jüdischen Hirten und der heidnischen Weisen, die zur Krippe kommen. 

Ferner gelten beide Tiere als unverträglich und sollten deshalb nicht gemeinsam an einen Pflug gespannt werden. Wenn sie nun an der Krippe so einträchtig beieinanderstehen, zeigt das, dass Gott mehr vermag als wir Menschen. In und durch das Kind in der Krippe führt er Menschen, zwischen denen Welten liegen, zusammen, überwindet Spaltungen, heilt Wunden, schafft Versöhnung und Einheit.                                                                                                                               (Text: Pater Norbert Schlenker), -Fotos: Stadt Altötting Tourismusbüro

 
 
 
 
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